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Willkommen beim Stadtarchiv Augsburg 23.10.2014 - Druckversion

Riedinger Unternehmerfamilie

Ludwig August

* 19.11.1809 Schwaigern/Württemberg, † 20.4.1879 A., Sohn eines Schneiders und gelernter Schreiner, 1839 Spinnmeister der neu gegr. A.er Mechanischen Baumwollspinnerei und -Weberei (SWA), 1842-1852 deren technischer Direktor. Der Aufschwung, den die SWA in der Folgezeit nahm, ist wesentlich ihm zu verdanken. Trug u.a. durch betriebliche Sozialmaßnahmen (u.a. Gründung einer Kranken- und Pensionskasse) zum inneren Aufbau dieser ehemals größten A.er Fabrik bei. Nach 1852 (Mit-) Begründer mechanischer Spinnereien und -Webereien in A., Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Eßlingen, Köln, Kolbermoor, Kulmbach und Worms. Richtete daneben in 25 bayerischen und weiteren 42 Städten in ganz Europa die Gasbeleuchtung ein und gründete in diesem Zusammenhang 1857 in A. eine Gasapparatefabrik, die im Lauf der Jahre zu einer Maschinenfabrik ausgebaut wurde. 1865 Gründung der A.er Buntweberei. Zahlreiche Ehrungen, u.a. bayerisches Ritterkreuz vom hl. Michael und belgisches Leopolds-Ritterkreuz. Die „L.A.R.sche Maschinen- und Bronzewarenfabrik“ in A. (AG seit 1887) errichtete schon vor 1871 74 Gasfabriken in Dtld., Österreich-Ungarn, der Schweiz, Italien und Rußland und hatte 1892 fast 1000 Beschäftigte. 1927 fusionierte sie mit der M.A.N. und wurde als „L.A.R.sche Bronzewarenfabrik für Lampen“ bis 1967 fortgeführt. Sie erlosch als „R. Metallbau“.

August,

* 9.10.1845 A., † 15.1.1919 A. Sohn von 1), trat nach dem Studium am Züricher Polytechnikum in die väterliche Maschinen- und Bronzewarenfabrik ein, deren Leitung er 1883 übernahm. Bekannt wurde er nicht nur als Förderer des technischen Fortschritts und als Kunstmäzen, sondern v.a. durch seine Beteiligung an der Entwicklung lenkbarer Luftschiffe (System Parseval), für deren Herstellung er 1897 eine eigene Ballonfabrik gründete, die - seit 1915 AG - später in andere Hände überging.