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Messerschmitt, Wilhelm Emil (Willy)

* 26.6.1898 Frankfurt/Main, † 15.9.1978 München, Flugzeugkonstrukteur, Unternehmer. Sohn eines Ingenieurs und Weingroßhändlers, besuchte Gymnasium und Oberrealschule in Bamberg. Frühe Begeisterung für die Flugtechnik. 1913 erster Gleitflug nach Art Lilienthals. 1917/18 Militärdienst. Maschinenbau-Studium an der TH München (Dipl.-Ing.). 1923 Gründung der Firma M. Flugzeugbau in Bamberg. 1927 Interessenvertrag mit der Bayerischen Flugzeugwerke-AG (BFW) und Umzug nach Haunstetten. 1938 Gründung der Messerschmitt-AG. Seit 1930 Lehrauftrag an der TH München, 1937 Honorarprof. 1939 Goldener Ehrenring der Stadt A. Wichtige Flugzeug-Entwicklungen bis 1945: Me 108, das erste Reiseflugzeug der Welt; Me 109, das meistgebaute (35.000 Stück bis 1945) Jagdflugzeug der Welt; Me 209, eine Rennversion der Me 109, mit der F. Wendel 1939 den bis 1969 bestehenden Geschwindigkeits-Weltrekord für Propellerflugzeuge aufstellte; Me 163, der erste eingesetzte Raketenjäger der Welt, auf dem H. Dittmar als erster die 1000-km/h-Marke überflog; Me 262, das erste in Serie (1400 Stück) gebaute Düsenflugzeug der Welt. 1944 wurden die Haunstetter M.-Werke zu 75 % zerstört. Nach 1945 interniert. Nach Entnazifizierung (1948) Wiederaufbau der Firma, anfangs selbst entwickelte Fertighäuser, Nähmaschinen und Klein-Kraftfahrzeuge (Kabinenroller). Flugzeugbau wieder ab 1957. 1968 Fusion mit Bölkow und 1969 mit der Hamburger Flugzeugbau zur M.-Bölkow-Blohm-GmbH (Daimler-Benz-Aerospace-AG). M.s Firmenanteil ging testamentarisch auf die M.-Stiftung zur Förderung des Denkmalschutzes und der Luft- und Raumfahrtforschung über. M.s Wirken als richtungweisender Konstrukteur von Hochleistungsflugzeugen fand weltweite Würdigung. 1969 Großes Bundesverdienstkreuz.