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Themenabend am 24. März 2010

Mittwoch, 24. März 2010, 19.30 Uhr

Stadtarchiv Augsburg, Fuggerstraße 12, 86150 Augsburg

Augsburg und die deutschen Kolonien 1882–1943

Markus Seemann M.A.

Im April 1884 hatte das Deutsche Reich mit der Errichtung eines Schutzgebiets in Südwestafrika einen lang ersehnten „Platz an der Sonne“ gewonnen. Der Vortrag beleuchtet, auf welchen Resonanzboden der Kolonialgedanke in Augsburg ?el. Hatte man hier besonderes Interesse für das „neue Deutschland“ und seine Bewohner in Übersee? Immerhin gab es historische Reminiszenzen an eine Welserkolonie in Venezuela, und für die Augsburger Textilfabrikanten eröffnete sich die einmalige Chance, deutsche Baumwolle aus den eigenen Kolonien beziehen – so dachten zumindest die Kolonialaktivisten, die sich unter der Führung
von Generalleutnant a. D. Richard von Hößlin (1853–1930) in der „Abteilung Augsburg der Deutschen Kolonialgesellschaft“ sammelten. Von der Kolonialausstellung im Naturwissenschaftlichen Museum bis zur Koloniallinde im Wittelsbacherpark – Akten und Zeitungsberichte eröffnen ein breites Spektrum kolonialer Bezüge in der Stadt, zeigen
aber auch Widerstände, die sich gegen den Traum vom deutschen Weltreich regten.

Markus Seemann M. A. ist Doktorand und Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg. Seine Dissertation beschäftigt sich mit Kolonialbewegung, Kolonialpolitik und Kolonialkultur in Bayern.

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