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Veranstaltungen 2011

Das Augsburger Achtbuch (1302–1419, mit Nachträgen bis Ende des 15. Jahrhunderts). - Stadtarchiv Augsburg, Reichsstadt, Selekt „Schätze“ Nr. 81, Einträge zum Jahr 1363.
Das Augsburger Achtbuch (1302–1419, mit Nachträgen bis Ende des 15. Jahrhunderts). - Stadtarchiv Augsburg, Reichsstadt, Selekt „Schätze“ Nr. 81, Einträge zum Jahr 1363.

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Mittwoch, 23. November 2011, 19.30 Uhr

Neuer Veranstaltungsort:
Zeughaus, Filmsaal, Raum 300 im 3. OG, Zeugplatz 4, 86150 Augsburg

Felicitas Schmidt-Grotz

Also haut man dis sach in daz puoch haissen geschriben...

Was das Achtbuch über das spätmittelalterliche Augsburg verrät Unter der Signatur „Schätze 81“ findet sich im Stadtarchiv Augsburg eine der interessantesten Quellen zur Geschichte der ehemaligen Reichsstadt, das sog. „Achtbuch“, ein Verzeichnis der Geächteten und derjenigen Personen, die durch die Institution des Rates aus der Stadt verwiesen worden waren. Beginnend mit dem Jahr 1302 gehört es neben dem Stadtbuch (1276) und dem Bürgerbuch (Einträge seit 1288) zu den ältesten Zeugnissen städtischer Schriftlichkeit. Dies ist Ausgangspunkt für den Versuch, die Augsburger Kanzlei sowohl in ihrer personellen Zusammensetzung als auch ihre Arbeitsweise zu rekonstruieren:

Wie viele Schreiber waren tätig? Gab es eine Rangfolge unter ihnen? Wie ging der Prozess der Verschriftlichung vonstatten? Nur in erster Linie geht es dabei um die Auflistung wahrscheinlicher Notare, sondern vielmehr um die Frage, ob und wann die Kanzlei als feste Institution existierte und zur Stabilisierung kommunaler Machtstrukturen beitrug. Kann das Achtbuch also als Medium bezeichnet werden, das Herrschaft ermöglichte?

Felicitas Schmidt-Grotz, gebürtig und wohnhaft in Dillingen, verheiratet, Staatsexamen für das gymnasiale Lehramt (Deutsch/Geschichte) im Jahr 2000, Promotion abgeschlossen im Juni 2009, mittlerweile im Lehrdienst.

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